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Letztes Update: vor 4 Monaten

Diagramm - Tagesansicht Atemverhalten:

Die Atmung von Babys unterscheidet sich stark von der Atmung Erwachsener. Neugeborene haben ein unreifes Atemzentrum im Gehirn, was zu unregelmäßigen Atemmustern führen kann. 


MARY by sticklett überwacht regelmäßig die Atemzüge über den Brustkorb und erkennt frühzeitig unregelmäßige Atemmuster. Es alarmiert dich und zeigt rote Linien im Diagramm der Tagesansicht, wenn über 20 Sekunden keine ausreichende Atembewegung erfasst werden konnte.


Schwankungen sind vor allem in den ersten 3 bis 6 Monaten häufig und meist harmlos. Es ist völlig normal, dass Babys phasenweise schneller und dann langsamer atmen (unregelmäßige Atmung). Sie setzen die Atmung kurz aus, bevor sie wieder normal atmen (periodische Atmung).

Atemaussetzer - Wann wird es kritisch

Harmlose kurze Atempausen:

  • Dauer unter 10 Sekunden
  • Kein Blaufärben der Haut oder Lippen
  • Kind fängt von selbst wieder an zu atmen

Schlafapnoen / Atemaussetzer:
  • Dauer bis etwas über 20 Sekunden
  • keine blaue Lippen oder bläuliche Haut
  • Kind fängt von selbst wieder an zu atmen

  • Schnarchen und Blässe 

  • Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen

Schlafapnoen können nicht selten durch Atemwegserkrankungen, liegen in Bauchlage, Zigarettenrauch oder Übergewicht verursacht werden.

Gefährliche Atemaussetzer:

  • Lange Atempausen über 20 Sekunden
  • Blaue Lippen oder bläuliche Haut (Zyanose)
  • Schwache oder fehlende Muskelspannung (Baby wirkt schlaff)
  • Kein Husten, Röcheln oder sichtbare Atmungsbewegungen

Solche Symptome können auf ernsthafte Probleme wie plötzlichen Kindstod (SIDS), eine Infektion oder eine neurologische Störung hinweisen. In diesem Fall sofort den Notruf (112) wählen!

 

Erste Hilfe, wenn die zu lange Atmung stoppt


Wenn im Diagramm mehrere rote Linien dicht hintereinander sichtbar sind, das Baby atmet nicht, wird blau und wirkt schlapp:


1. Wecken & Stimulation:

  • Baby sanft ansprechen oder berühren.
  • Leicht an den Fußsohlen reiben oder vorsichtig über den Rücken streichen
  • Keine heftigen Bewegungen, aber versuchen, eine Reaktion hervorzurufen.
2. Atemwege prüfen:
  • Baby auf den Rücken legen und vorsichtig den Kopf leicht nach hinten neigen (nur minimal, da der Kopf bei Babys schwer ist).
  • Mund und Nase auf Fremdkörper kontrollieren – falls sichtbar, vorsichtig entfernen (nicht blind herumstochern!).
3. Mund-zu-Mund-Nasen-Beatmung:
  • Falls das Baby keine Atmung zeigt, sofort mit der Wiederbelebung beginnen!
  • Beatmung:
    • Mund über Mund und Nase des Babys legen (bei älteren Kindern nur über den Mund).
    • 2 sanfte Atemstöße geben (jede Beatmung sollte ca. 1 Sekunde dauern, bis sich der Brustkorb hebt).
4. Herzdruckmassage & Beatmung kombinieren:  Falls keine Reaktion:
  • 30 -mal sanfte Herzdruckmassage (mit zwei Fingern in der Mitte der Brust, ca. 1,5–2 cm tief drücken).
  • Danach 2 Beatmungen geben.
  • Diesen Rhythmus (30:2) fortsetzen, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Risikofaktoren für Atemprobleme vermeiden:
  • In Rückenlage schlafen ohne Polster, um den Kopf-Nackenbereich gestreckt zu halten (kein Bauchschlaf in den ersten Monaten)
  • Überhitzung vermeiden (keine zu warmen Decken, Schlafsäcke oder zu viel an Kleidung)  - Körpertemperatur regelmäßig überprüfen
  • Nichtraucher-Umgebung
  • Stillen & ausreichende Flüssigkeitszufuhr

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